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Kandel erklommen

veröffentlicht um 15.08.2013, 13:57 von Boris Sadžakov   [ aktualisiert: 18.08.2013, 04:40 ]

Dienstag, den 19. Juni 2007 um 21:09 Uhr


Beruflich im Breisgau, habe ich die Gelegenheit ergriffen, mal den Kandel hochzufahren. Ich wußte in etwa was mich erwartet. Bin zwar in ständiger Angst vor den Schlägen auf das linke Handgelenk gefahren, aber der Trieb, überhaupt Sport zu machen, ist einfach größer. Das Laufen spare ich mir immer noch...noch keinen einzigen Meter gelaufen, seit dem Sturz.

Naja, also auf zum Kandel, natürlich über die steile Waldkirch-Seite. Ganz schön heftig das Teil. Was ich, wieder mal, unterschätzt habe, ist das Ziehen und Zerren am Lenker, wenn es so steil bergauf geht. Da meldeten sich dann natürlich die lädierten Schultern und der Rücken nochmal sehr deutlich. Das war nicht so schön.

Auf der anderen Seite bin ich dadurch ein wenig "beruhigt", die richtige Entscheidung getroffen zu haben, Roth 

abzusagen. Niemals könnte ich so 180km Wettkampf überstehen, ganz zu schweigen von der Tatsache, daß ich sowieso nicht schwimmen könnte. 

 Zurück zum Kandel...im ersten Drittel fuhr ich auf einen anderen RR-Fahrer auf. Ich war deutlich schneller, überholte ihn, grüßte kurz, und fuhr mein Tempo weiter. An der nächsten Haarnadelkurve war ich sehr überrascht, daß der Kollege direkt an meinem Hinterrad hing. Der war wohl durch meinen Überholvorgang angesäuert oder angestachelt, ich sollte es nie erfahren, weil der Herr sehr schweigsam war und Musik hörte...

Wir sind dann im Parallelflug ganz hochgefahren, noch gemeinsam wieder runter, und in der Ebene auch noch ein paar km, ohne ein Wort gewechselt zu haben!

Runter sind wir dann einfach auf der anderen Seite, also Richtung Denzlingen, über Glottertal, dann nach Emmendingen, von dort dann ins Hotel.

Das war eine wunderschöne Tour bei herrlichem Sommerwetter. Der komplette Oberkörper dankte es mir mit Schmerzsignalen, die Beine waren dagegen wieder froh, etwas leisten zu dürfen. Insgesamt verläuft die Heilung sehr gut. Ich bin zuversichtlich, daß ich in ein bis zwei Wochen wieder vollwertig belastbar bin, mit Ausnahme des Handgelenks, wie es zur Zeit aussieht.

Morgen will ich endgültig mal wieder ein bißchen laufen, bevor sich mein Körper gänzlich entwöhnt...


 

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